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Nun ist es so weit und ich bin zur CI-OP in der medizinischen Hochschule Hannover auf Station 46 angekommen.
Wie schon bei der Voruntersuchung ist ein munteres Sechs - Bettzimmer mit vielen Bildern und netten Mitpatienten ist für die nächsten 10 - 14 Tage mein "Heim".
 
 
Am Ankunftstag legten wir bei der Aufnahme durch den Doc. Fest, daß ich das rechte Ohr mit Clarion/Auria versorgt haben möchte. Ich hatte ein Gespräch mit der Anästhesistin - seit dem weiß ich, daß ich lange Frontzähne habe (Hauer nennt man die, glaube ich Umgangssprachlich) und es sollte noch ein mal ein Hörtest gemacht werden, den die nette Dame sich und mir aber schenkte, weil da ja nun wirklich nichts zu testen ist...
Alle anderen Dinge wie Blut, EKG und und und hatte ich vom Hausarzt mitgebracht, so daß ich sonst nicht mehr zu tun hatte. Ab 0:00 Uhr nüchtern bleiben, fiel mir erstmal leicht, genüsslich in Morpheus Armen schlummernd...
 
 
Am Dienstag den 16.09. sollte ich ja eigentlich so gegen 10/11 Uhr in den OP kommen - aaaaber es dauerte bis ca. 12:30, bis es dann plötzlich hopplahopp ging. Als Grund kursierte das Gerücht, daß irgend ein Gerät nicht ans Laufen zu bringen gewesen wäre - ob´s stimmt???
Wie auch immer, vor dem OP-Raum begrüsste mich der Operateur, ich sagte nochmal welches Ohr und welches CI ich wollte, er bestätigte das und wünschte mir "viel Spaß" ?
Ich weiß noch wie ich in den OP-Vorbereitungsraum geschoben wurde, ein kleiner "pieks" mit einer Nadel..... träum, träummm
 
 
Die OP habe ich prima überstanden!
 
 
Ich hatte zwar direkt nach der OP noch Schwindel, vor allem wenn ich mich zur OP-Seite drehen wollte, schwankte die nächtlich illuminierte Skyline von Hannover doch bedenklich auf und ab, aber der Schwindel verschwand beim ersten Aufstehen am Abend auf nimmer Wiedersehen!
Nach einer durchwachsenen Nacht, in er ich wer weiß wie oft aufwachte und einem leckeren Frühstück, bin ich dann aber auch schon über die Gänge geschlurft.
Begleitet hat mich dabei zwar ein mööörderischer Tinnitus im rechten, dem OP-Ohr aber sonst war alles normal.
Gegen den Tinni sollte ich Infusionen bekommen - Gott sei Dank war die Schwester aber schneller und hatte bereits vorher den Zugang entfernt, so daß der Doc. Meinte, wir warten bis morgen, wenn es nicht besser wird machen wir dann was und es wurde besser!
 
Die Tage waren mit Spazierengehen in der MHH und dem Patientengarten, lesen und netten "Gesprächen", die ich mit den mit Mitpatienten meist in schriftlicher Form führte, ausgefüllt.
 
 
Und dann kam sechsten Tage nach der OP .......DER PROBETON!!!!
 
 
Mit Spannung fieberte ich auf 15:30 Uhr zu, um dann das HörZentrum anzusteuern. Mit gekonntem Griff setzte mir der Techniker das Headpiece an und ließ die automatische Messung ablaufen.
 
Eine kleine Tabelle aus Zahlen war das Ergebnis. Mit großen Augen schaute ich den Mann an und fragte erwartungsvoll :"Und..." und er schrieb ein großes OK auf seinen Bogen....
 
 
Aber es gab dann doch noch einen hörbaren Ton, ein tut tut tut, das ich strahlend bejahte!!! 
 
 
Mensch war ich glücklich!!!! Und wie gern hätte ich gleich viel, viel mehr hören mögen und mußte mich doch noch gedulden. Dennoch - ich schwebte regelrecht zur MHH rüber und mein Tinnitus, der seit der OP ja immer schwächer geworden war, war anscheinend von dem Ton so beeindruckt, daß er sich zeitweise gar nicht mehr hören lies. Freude über Freude.
 
 
Die letzten zwei Tage im der MHH vergingen schnell und ich durfte nach Hause. Wenige Tage darauf bekam ich bei "meinem" HNO - Arzt die Fäden gezogen.
Davor hatte ich merkwürdigerweise mehr Bammel als vor der OP, aber es machte nur 7 - 8 mal "knck" neben meinem Ohr und dann war die Prozedur erledigt.
Ja und nun hieß es noch vier lange Wochen geduldig sein uns warten auf die Erstanpassung.