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Zweimal Mono ist nicht Stereo!

Zweimal Mono ist nicht Stereo!

Von Stefan Geiger

Ich bin seit 2016 auf dem rechten Ohr taub. Über ein Cochlea Implantat (CI) habe ich von Anfang an nachgedacht, aber mich erst nach einigen Jahren für den Eingriff entschieden. Ich konnte die Ertaubung relativ gut kompensieren, aber ich hatte Angst, dass irgendwann auch das zweite Ohr ertauben könnte. Dem wollte ich zuvorkommen und das noch gesunde Ohr nutzen, um mich an das Implantat leichter zu gewöhnen.

Am 24. Juni 2025 war die Operation und einen Monat später am 23. Juli kam der große Augenblick, das Einschalten. Es hat alles gepasst, die Elektroden liegen harmonisch in der Schnecke und nun hieß es einfach Geduld haben und üben, bis es sich wieder „normal“ anhört und nicht wie Mickey Mouse.

Um die Fragen von Freunden und Familie zu beantworten, habe ich das Lied Joline von BossHoss so verändert, dass sie sich anhören konnten, wie das Lied für mich klingt. In dem Lied gibt es eine Frauen- und eine Männerstimme. Für mich klingt die Männerstimme ähnlich der Frauenstimme. Ja ich weiß, ich bin noch am Anfang und es dauert bis zu zwei Jahre, bis sich alles einpendelt. Aber ich bin nicht sehr geduldig und mir wurde immer mehr bewusst, dass ich als einseitig Hörversorgter in zwei Welten lebe. Das linke „mechanische“ Ohr mit ca. 20.000 Sinneszellen und das rechte „elektrische“ Ohr mit 12 Elektroden, die zu den Sinneszellen im Hörnerv führen.

Inzwischen funktioniert es im Freifeld immer besser, die beiden Welten in meinem Kopf zu harmonisieren. Aber Probleme machen mir Streamen und die Kommunikation mit Telefon und Videokonferenz. Da muss ich mich immer entscheiden, welches Ohr ich benutzen möchte. Manche Telefonate klappen schon ganz gut mit dem „elektrischen“ Ohr, wenn ich das Thema kenne und der Sachverhalt einfach ist. Bei komplexen Themen wird es schwierig mit dem elektrischen Ohr, da verstehe ich einfach nicht alles. Ich brauche also auch das mechanische Ohr, weil ich mich nicht 100% auf das elektrische Ohr verlassen kann.

Und jetzt fangen die Probleme an, weil es kein System gibt, das für beide Ohren ein gleichzeitiges und harmonisches Hören ermöglicht. Ein Over-Ear-Kopfhörer kann die Lautstärke auf beiden Ohren nicht unterschiedlich regeln. Ein Y-Kabel mit unterschiedlichen Lautstärke-Reglern erzeugt dann Latenzen über die Funkstrecke zu meinem CI-versorgten Ohr.

Welche Kröte muss ich schlucken? Wie soll ich mich entscheiden, gleichmäßige Lautstärke oder synchrones Hören? Ich konnte mich nicht damit abfinden, dass beides gleichzeitig nicht möglich sein sollte und so fing ich an zu basteln. Die Familie amüsierte sich sehr, als ich mit Wäscheklammern und einigen Kabeln behängt herumexperimentiert habe. Doch Schritt für Schritt bin ich immer weitergekommen und habe für mich eine Lösung zum Telefonieren und Musikhören entwickelt, die ich „eira“ nenne.

Ich glaube, dass eira für viele SSDler (Menschen mit einseitiger Ertaubung) oder unterschiedlich Hörversorgte interessant sein wird und daher will ich es als open source Projekt zur Verfügung stellen. Eira ist nicht fertig, es ist in den Anfängen und es bedarf noch einiger Entwicklung, die ich gerne über die Community anstoßen möchte.

Wenn du dich für eira interessierst, bist du herzlich eingeladen, die zugehörige Webseite zu besuchen und Kontakt aufzunehmen. Jeder kann mithelfen das Thema weiter voranzutreiben, sei es durch Netzwerken oder aktiv programmieren. Bitte melde dich und hilf mit, eira weiterzuentwickeln!

Hier die kurze Erklärung:

Ein Mono- oder Stereo-Audiostream wird an eira gesendet, eira teilt den Stream auf und sendet die eine Seite an die Hörgeräte-Versorgung und die andere Seite an einen „normalen“ Kopfhörer. Beide Geräte werden unterschiedliche Latenzen und Lautstärken haben.

Mit eira können die Lautstärke und die Latenzen von beiden Geräten harmonisiert werden. Damit ist es möglich auf beiden „Ohren“ ein gestreamtes Audiosignal ohne Latenz und mit harmonisierter Lautstärke zu genießen.

eira-cast.org

Projektseite:

https://codeberg.org/eira

Readme zum Raspberry Pi Projekt:

https://codeberg.org/eira/eira-RaspberryPi/src/branch/main/README.md

Stefan Geiger
März 2026

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Meine Hörreise vom pulssynchronen Tinnitus zum Cochlea Implantat

Meine Hörreise vom pulssynchronen Tinnitus zum Cochlea Implantat

Von Edgar Meyer

Zwei Tage vor Silvester 2016 begann alles früh morgens mit einem pulsierenden Ohrgeräusch im linken Ohr und ich dachte noch, es wird schon wieder von alleine weggehen. Zuviel gedacht.

Im neuen Jahr habe ich einen HNO-Arzt aufgesucht. Es wurde ein Hörtest gemacht, der in Ordnung war, ansonsten wurde nichts Konkretes gefunden. Bei meinen eigenen Recherchen im Internet bin ich dann auf den Begriff pulssynchronen Tinnitus gestoßen. Was ich für mich auch schnell bestätigen konnte. Meine Eigendiagnose stieß zwar auf Skepsis, aber immerhin wurde ein MRT angeordnet, allerdings ohne Befund. Ich war enttäuscht und die letzten Worte von dem HNO-Arzt waren „Lernen Sie damit zu leben“.

Leicht gesagt. In den ersten Monaten habe ich dann alles getan, was man so falsch machen kann. Ich wollte einfach weiterleben wie bisher, sowohl auf der Arbeit als auch im Privaten. Ich wollte den Tinnitus ignorieren und austricksen, aber er war immer da, glasklar, pulsierend bei Tag und bei Nacht. Je lauter die Umgebung desto lauter der Tinnitus.

Das Ergebnis war tägliche körperliche Erschöpfung, Unausgeglichenheit, Gereiztheit, Schlafmangel trotz ständiger Müdigkeit und ich kam an meine psychische Belastungsgrenze. Auf das linke Ohr konnte ich mich einfach nicht mehr verlassen. Irgendwie habe ich damals einfach nur funktionieren wollen. Und manchmal wünschte ich mir auf dem linken Ohr taub zu sein (blöder Gedanke, ich weiß!) und wie lange ich das wohl durchhalten werde.

Es folgte ein sozialer Rückzug, ich wollte einfach nur Stille fühlen. Die meisten geselligen Treffen empfand ich anstrengend und erschöpfend. Im Sommerurlaub an der Ostsee konnte ich dann für eine längere Zeit diese Ruhe finden und mal wieder Kraft tanken. Ich denke, seitdem fing ich erstmals an, den Tinnitus zu akzeptieren und nach Wegen zu suchen damit zu leben.

Anderthalb Jahren später merkte ich, dass der Tinnitus nicht mehr so laut war, allerdings ging es einher mit schlechterem Hören. Es dauerte nochmal ein halbes Jahr, bis ich wieder einen HNO-Arzt aufsuchte. Im Januar 2019 wurde mir gesagt, dass ich auf dem linken Ohr eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit habe. Und es wurde nochmal ein MRT durchgeführt. Glück im Unglück, ich ging zum gleichen Radiologen wie zwei Jahre zuvor. Er verglich die aktuellen Ergebnisse mit den alten Bildern und sagte „…in der linken Hörschnecke ist etwas, was da nicht hingehört…“ - ein AKN (Akustikusneurinom) oder intracochleäres Schwannom. Und ich bekam eine Überweisung an die Uni-Klink.

Auf der eine Seite war ich erleichtert, endlich die Ursache für den pulssynchronen Tinnitus zu kennen, auf der anderen Seite: was bedeutet das und wie geht es jetzt weiter? Drei Monate musste ich auf den Termin warten. In der Zeit habe ich das Internet leer gesaugt und auch ein interessantes AKN-Forum gefunden. Aber über intracochleäre Schwannome gab es sehr wenig Informationen. Viele Fragen blieben offen.

Endlich war der Termin an der Uni-Klinik da. Zunächst wurden einige Standardtests durchgeführt und anschließend fand das Gespräch mit dem HNO-Professor statt. Das Schwannom war nur kurz ein Thema, schade, wollte ich doch mehr darüber erfahren. Dafür wurden mir die Möglichkeiten aufgezeigt, was man tun kann.

In Kürze zusammengefasst: Das Schwannom kann aus der Hörschnecke operativ entfernt werden. Dabei würden alle Strukturen in der Schnecke mit entfernt, quasi eine „Rohrreinigung der Cochlea“ (O-Ton). Wenn man anschließend nichts weiter macht, wird die Cochlea vollständig verknöchern. Die zweite Möglichkeit war, einen Dummy in die Schnecke zu setzen und sich damit eine Tür für spätere Behandlungsmöglichkeiten offen zu halten und die dritte Möglichkeit, gleich ein Cochlea Implantat (CI) einzusetzen. Dabei sollten die Elektroden so weit wie möglich in die Schnecke eingeführt werden, um eine neue Raumanforderung durch das Schwannom soweit möglich zu unterbinden.

Die dritte Möglichkeit klang nach einem plausiblen Plan. Es wurde vereinbart, alle notwendigen Tests für die CI-Indikation durchzuführen. Ich musste auch noch ein Cross System testen (mit wenig Erfolg) und als schlussendlich die Kostenübernahme durch die Krankenkasse geklärt war, musste der CI-Hersteller entschieden werden. Ich wählte Med-El.

Weitere drei Monate später wurde der OP-Termin für Januar 2020 festgelegt. Also noch einmal eine lange Zeit des Wartens. Ist es die richtige Entscheidung? Oder doch besser noch eine zweite Meinung einholen? Wie wird das gemeinsame Hören mit einem guten Ohr und einem CI-Ohr sein? Bei jeder neuen Erkenntnis kippte meine Stimmung mal zum Pro und dann auch wieder zum Contra – ein emotionales Wechselbad der Gefühle habe ich in der Zeit erlebt. Und meine Familie hat sich alles geduldig angehört – vielen, vielen Dank dafür. Ich blieb bei meiner Entscheidung.

Die OP verlief dann ohne Komplikationen, nach vier Tagen habe ich das Krankenhaus wieder verlassen, eine lokale HNO-Ärztin hat die Nachbetreuung durchgeführt und vier Wochen später war ich wieder auf der Arbeit. Und der pulssynchrone Tinnitus war für immer verschwunden. Übrig geblieben ist ein rauschender Tinnitus, mit dem ich bis heute gut leben kann.

Anfang März 2020 war die Erstanpassung. Zunächst einmal hörte sich alles sehr blechern an, aber einige Wörter konnte ich gleich erahnen. Es wurde ein erster Hörtest durchgeführt, das Zubehör übergeben und verschiedene Trainings-Apps für das Handy empfohlen. In den ersten Tagen stellte ich dann fest, dass sich alles zu tief anhört. Statt der Micky Maus Stimme wie meistens zu lesen war, hatte ich „Bruno, den Braunbären“.

Und dann kam CORONA, und das Leben stand still. Die geplante Logopädie wurde abgesagt, weitere Anpassungstermine verschoben und die Maske kam, dabei hat das linke Ohr mit dem CI-Prozessor und der Brille doch schon genug zu tragen.

Also habe ich erst mal allein weiter geübt und eine Grundregel ignoriert – Geduld. Zu Ostern hatte ich eine akute Hörnervreizung, so dass ich 10 Tage lang das CI nicht tragen konnte.

Ende Mai begann ich endlich mit den wöchentlichen Logopädiestunden. Ich habe viel gelernt und ich glaube meine Logopädin auch. Zu dieser Zeit gab es noch wenige einseitig Ertaubte mit einer CI-Versorgung. Mein Sprachverständnis verbesserte sich, aber „Bruno“ blieb und der Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Stimmen war für mich schwer zu erkennen. Ich musste alles sehr laut einstellen, um etwas zu verstehen. Diese Lautstärke konnte ich im Alltag aber nicht dauerhaft aushalten, viel zu erledigt war ich am Ende des Tages. Trotz weiterer Einstellung hatte ich den Eindruck, dass das Hören auch sehr schwankte. Eine Vermutung war die gleichzeitig einhergehende Verknöcherung der Cochlea.

Im Sommer 2021 war ich für fünf Wochen auf Reha in Bad Nauheim. Eine sehr angenehme Zeit, weil ich so dem Alltag und dem Arbeitsstress entfliehen konnte. Dafür kam das Vertäuben der guten Seite mit einem Rauschen, wirkungsvoll, aber sehr nervig. Und die durchgeführten Hörtests wurden auch schlechter, ich denke aber realistischer.

Nach drei Jahren endete die Logopädie. „Bruno“ ist mir geblieben, eine Harmonie zwischen den beiden Hörseiten hatte ich nicht und ein Sprachverständnis hatte ich nur unter einer lauten „Laborlautstärke“. Und Musik hören war eine Katastrophe.

Es machte sich eine Enttäuschung breit, und ich dachte mit meiner Art des Hörverlustes und der Vorbehandlung der Cochlea während der OP ist wohl nicht mehr drin. Bei weiteren Einstellungen wurde dann die Lautstärke der ersten Elektrode (tiefe Töne) immer weiter reduziert, was zu kleinen Verbesserungen führte. Irgendwann wird wohl die erste Elektrode ganz abgestellt, dachte ich mir.

Als ich dann etwas über das Thema anatomie-basierte Einstellung von Med-El las, schöpfte ich nochmal neue Hoffnung, die Anpassung der Elektrodenfrequenzen an die Position in der Cochlea und dass auch für musikalisch geübte CI-Träger ähnliche Anpassungen vorgenommen würden.

Ich, als musikalisch Untrainierter, setzte mich an das E-Piano eines Freundes und versuchte den Unterschied zwischen dem rechten Ohr und dem linken CI-Ohr rauszuhören. Und es ist mir tatsächlich gelungen: bis zu eine Oktave Unterschied konnte ich feststellen und zeichnete es auf eine Piano-Tastaturabbildung auf.

Mit dieser Abbildung ging ich im März 2025 zu nächsten CI-Anpassung, fünf Jahre nach der Erstanpassung. Skeptisch und zögerlich fragte der Audiologe, ob ich mir sicher sei. Ich war mir sehr sicher und dann glichen wir akustisch die verschiedenen Frequenzen der CI-Seite mit dem guten Ohr an.

Und es hat sich für mich gelohnt. Das Hören auf der CI-Seite klingt seitdem deutlich natürlicher und „Bruno“ hat sich verabschiedet. Allerdings wurde das Sprachverständnis zunächst schlechter und unschärfer. Aber mit dem Wissen aus den vielen Logopädiestunden und mit viel Hörtraining und Geduld ist es bereits besser geworden. Auch beim Hören von Musik mache ich Fortschritte. Und ich bin noch lange nicht am Ende des Weges.

Für diese weitere Chance bin ich sehr dankbar. Heute kann ich dem Gehörten im linken Ohr in vielen Situation wieder trauen.

Es ist schon beeindruckend wie viel sich verändert hat seitdem ich mein CI bekommen habe, in der Medizin, der Audiologie und in der Selbsthilfe.

Zweimal habe ich an SSD-Workshops teilgenommen, interessante Menschen mit ähnlichen Geschichten kennen gelernt und viele neue Anregungen bekommen, wie ich noch besser mit dem CI hören kann. Mittlerweile gehe ich auch zu einer SHG, wo sich einseitig Ertaubte treffen und ihre Erfahrungen miteinander austauschen.

Danke an alle, die es ermöglichen mit einen CI wieder hören zu können und die sich für die Nachbetreuung aktiv einsetzen.

Edgar Meyer aus München
Januar 2026

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A New World of Sound: Sandi’s Cochlear Implant Story

A New World of Sound: Sandi’s Cochlear Implant Story

Von Sandi Wayman

Going through life with hearing loss is hard. But sometimes modern medicine can offer amazing solutions. Consider what Sandi Wayman, 47, of Roseburg, Oregon, faced. As a young child, she was often in trouble for not listening or responding to the adults in her life. When she was three years old, Sandi's grandmother noticed her reading lips and mimicking other people's lip shapes. A hearing test revealed the reason for her inattention: She had severe-profound hearing loss in both ears.

A childhood with hearing loss

It’s unknown if Sandi was born with hearing loss or whether ear infections during infancy were the cause. At the age of three, she was fitted with her first pair of hearing aids. She walked outside with her “new ears on,” looked up at the sky, and asked, “What’s that sound?” For the first time, she was hearing the wind blowing through the trees.

Sandi’s early years in school were tough. She recalls how she “couldn’t comprehend things as fast as other kids could.” In her small elementary school, she was the only student who wore hearing aids. She felt embarrassed by her hearing aids and often wore her hair down to hide them.

Her younger sister helped her through this time. “Although she was two years younger than me, she served as my ears,” said Sandi. “She would often repeat things for me.” Unfortunately, her fellow students were not all as compassionate. Sandi has a vivid memory from this time of a boy saying, "Ew, who would ever want to kiss or marry you?!" while pointing at her hearing aids. Sandi’s self-esteem took a bad hit during her school days, but what saved her was sports. In 4th grade, her mom encouraged her to play volleyball and basketball, something she was initially reluctant to try. “To this day, I am so very thankful she did,” said Sandi. “Sports gave me confidence, and it helped me make some good friends along the way.” She went on to play sports in college and remarked, “I was pretty good too!” Her motto soon became, “Being deaf isn’t a disability but a different ability.”

Navigating adulthood with hearing loss

Sandi carried the emotional scars of her childhood years into early adulthood. She told HearingTracker, “I used to think nobody would love someone who couldn’t hear, but I was wrong! Everything worked out” on that front, she said. She went on to meet a supportive spouse and have two children: a son, and a daughter who are now 23 and 20, respectively. She adds, “I also used to worry that I’d miss out a lot on my kids’ things or I’d embarrass them, but I don’t believe I have. They haven’t told me otherwise!” Through volunteering at her kids’ kindergarten, Sandi developed a love of working with children. She pursued a career in teaching and reflects, “It’s kind of ironic that I'm a teacher now, and I'm teaching these things that I once had a hard time with,” she says.

She thoroughly enjoys interacting with young children and sees teaching as more than explaining academics. It’s also an opportunity to teach life skills, integrity, and kindness. “It's a wonderful feeling knowing I could make a positive difference to a child’s life,” she explains.

Making a big decision about her hearing loss

Though things were going well personally and professionally, Sandi’s hearing continued to decline during her 30s. At a routine hearing check-up, her audiologist informed her she would be a good candidate for a cochlear implant (CI). A CI is a small electronic device that electrically stimulates the cochlear nerve, which plays a vital role in hearing. The implant has external and internal parts; the latter is implanted during surgery. Concerned by the prospect of invasive surgery and the loss of her residual hearing that the procedure would cause, Sandi didn’t consider this option.

Over time, the idea of a CI started to pique her curiosity. Could it make a significant difference?

Two years later, she consulted with an audiologist to find out more about getting an implant. She aired her concerns and worries. After some deliberation, felt confident that getting a CI was the right choice for her. Sandi knew her hearing was likely to continue to decline, and in turn, hearing aids would become less effective. At this point, she thought, “What do I have to lose?” She wanted to do what she could to secure and possibly improve her quality of life.

The gift of hearing

At the age of 40, Sandi underwent implant surgery and received one of approximately 118.100 CIs implanted in adults in the US. She remarks, “I like to joke that it’s my ‘golden ear,’ because we calculated that it cost almost $100,000! Luckily, my insurance kicked in, and I only had to pay the deductible, which was doable, thank goodness!”

Sandi didn’t experience anything new in terms of hearing right after her surgery. But that’s typical. Her activation day — the day when the audiologist turns on and programs the settings for a CI — arrived four weeks following her surgery. She remembers this day as “weird but exciting.”

The first sound Sandi recalls hearing through her CI was the “click-click” of the car’s turn signal on her journey home after activation. “I had no clue what it was, and it took my hubs a few minutes to figure it out too, since it is a sound he always hears.” In the days that followed, she began to hear voices, including her own, which “sounded like a tinny Mickey Mouse!” she recalls.

Through listening to music and putting herself in crowded places, Sandi trained her brain to make sense of the new sounds from her CI. It took a year of rehabilitation for her to get to the point where she is today. She says, “It was hard and overwhelming at times, but it worked out because now I have 99% word recognition, and this is with background noise!”

One of the things Sandi loves about her CI is that it enables her to hear music better. Her CI package came with a phone clip, which streams music directly into her sound processor via Bluetooth. She says, “Nobody else can hear it, just me. And I can hear it so clearly! The lyrics to songs are not how I used to sing them pre-CI — I think the artists just got them wrong,” she jokes.

Life with cochlear implants

Living with a CI isn’t always smooth sailing, Sandi admits. “I still have days where I get overstimulated and have to take my ‘ears’ off for a while because it is exhausting. But I would take this any day versus not being able to hear,” Sandi told HearingTracker.

Sandi considers her cochlear implant journey as one of the best decisions she’s ever made. “Sure, it was scary as heck, but I can now hear birds singing, rain falling on the windshield, my dog’s toenails clicking on the hardwood floors, my cat’s funny sneezes, and even hummingbird wings flapping,” she says. “It is amazing hearing these sounds that most people take for granted. I love it all!” That’s a resounding recommendation and reveals the truly transformative impact these devices can have on a person’s quality of life.

Sandi Wayman

Reposted in January 2026
Published first Dec. 2021: A New World of Sound: Sandi’s Cochlear Implant Story

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Mein Weg zum Cochlea Implantat (CI)

Mein Weg zum Cochlea Implantat (CI)

Von Barbara

Mit drei Jahren wurden mir Paukenröhrchen gelegt, leider ist dem Arzt beim Ziehen eines der Röhrchen in meinem linken Ohr zurückgefallen und es ist ein Loch im Trommelfell entstanden, welches geschlossen wurde, als ich 9 Jahre alt war. Das Gehör war da schon geschädigt und kam auch nicht wieder.

In der Realschule wurde ich in den ersten Jahren gemobbt. Damals dachte ich wegen meiner Stimme, die oft nicht klar, sondern brüchig und in den Tönen sehr schwankend war. Heute würde ich sagen, es war beides. Die Schwerhörigkeit und das Stimmproblem.

In der 9. Klasse kam dann links zusätzlich der Tinnitus hinzu. Mit 18 Jahren habe ich mich das erste Mal in ein Hörgerätefachgeschäft getraut und mich für ein Innenohr-Hörgerät entschieden. Es durfte ja niemand wissen, dass ich schwerhörig bin. Ich hatte im Laufe meines Lebens gelernt von den Lippen abzusehen und über Mimik und Gestik zu „Hören“.

Als Einzelhandelskauffrau bin ich auf mein Gehör angewiesen, nach und nach habe ich gemerkt, dass es immer schwieriger wurde die Kunden gut zu verstehen.Auch meine Stimme ist durch die Überlastung schlechter geworden. Im Jahre 2007 bin ich in Hamburg-Eppendorf deswegen das erste Mal operiert worden. Später folgten weitere OPs in der Charité. Man hatte festgestellt, dass meine Stimmbänder nicht richtig schließen, und sie wurden mit Eigenfett aufgespritzt. Das nennt man Augmentation der Stimmlippen. Auch hier wurde die Schwerhörigkeit links diagnostiziert.

Nach meiner Umschulung zur Bürokauffrau habe ich in der öffentlichen Verwaltung angefangen. Nach und nach wurde auch das Gehör rechts schlechter. Somit bin ich 2018 beidseitig mit Hörgeräten versorgt worden. Im Jahr 2022 war ich dann wegen der Stimmerkrankung in der Reha in Bad Oeynhausen, hier hat mir Frau. Dr. Scherer gesagt, dass ich mir über eine CI-Versorgung links Gedanken machen solle.

Ich habe dann mit meinem HNO-Arzt über diese Situation gesprochen und einen Termin für allgemeine Informationen im Uniklinikum Münster geholt. Hier wurde mir mitgeteilt, dass ich für eine CI-Versorgung links in Frage komme. Dies war erst einmal ein Schock. So wenig höre ich also links nur noch. Ich habe dann erstmal aus Angst die OP hinausgezögert.

Im Jahr 2024 habe ich ein sogenanntes CI-Findungsseminar im Bad Nauheim, bei Herrn Dr. Zeh, mitgemacht. Hier habe ich viele nette Menschen kennengelernt, die auch wie ich, an Taubheit grenzend schwerhörig und unsicher waren/sind, ob eine CI-Versorgung, das Richtige ist. Nach dem Seminar war mir klar, ja es ist das Richtige für mich.

Am 19.11.2024 war es dann so weit, ich hatte den OP-Termin in der Uniklinik Münster.

Die OP verlief gut, bis auf den Bluterguss im Gesicht, der beim Ziehen der Gesichtsnerv-Sonde entstand.Postoperativ sind leider noch einige Komplikationen aufgetreten, die ich hier nur anreißen werde. Meine Haare wurden in die Wunde eingenäht und die Wundheilung verlief schleppend. Nach einer Woche musste ich leider stationär zurück in die Uniklinik Münster, da meine linke Gesichtshälfte angeschwollen ist. Ich hatte mir eine Herpes Zoster-Infektion eingefangen. Diese wurde nun stationär behandelt.

Am 06.12.2024 wurde mein CI eingeschaltet. Die ersten Töne, die ich links wieder wahrgenommen habe, waren ein Rauschen, Knistern bzw. Knacken.

Im Januar 2025 ist die ambulante Reha im UKM gestartet und hier habe ich die ersten Worte verstanden und schnell Fortschritte gemacht. Es wurde nur mittels Bluetooth trainiert, was ich persönlich nicht als so gut empfand. Das Hören im Freifeld war immer noch sehr schwierig, da ich allein lebe und somit niemanden hatte, der mit mir nach der Arbeit das Hören übt. Daher hatte ich mit den Ärzten abgesprochen zeitnah in eine stationäre Reha zu gehen.

Diese begann dann im Mai 2025. In Bad Nauheim konnte ich dann sechs Wochen lang Hören lernen und mich von all dem Stress erholen. In den Wochen habe ich das Hören im Freifeld gelernt, auch das Telefonieren wurde geübt und ich war stolz mit dem linken Ohr wieder telefonieren zu können. Sehr wichtig war hier der Austausch mit den „Leidensgenossen“.

Die Therapeuten in Bad Nauheim haben mir geholfen, dass das Aqua Case von der Krankenkasse übernommen wird. Dieses nutze ich fleißig beim Reiten. Diese ohrferne Lösung von AB ist nochmal eine Erleichterung, da der Reithelm nicht mehr auf dem CI aufliegt und drückt. Man fühlt sich für einige Stunden frei am Ohr. …

Im Großen und Ganzen bin ich nun sehr zufrieden und kann mittlerweile gut über mein CI verstehen und freue mich immer wieder neue Geräusche zu hören.

Auch das Trainieren meiner Voltigiergruppe fällt immer leichter. Gerade in der großen Reithalle ist es schwierig, die Geräusche zu filtern. Natürlich gibt es immer mal Situationen, in denen ich nicht zurechtkomme und eine kleine Hörpause brauche.

Aber insgesamt bin ich glücklich über meine Entscheidung und der zurückgewonnenen Lebensqualität. Ich würde sagen, ich bin angekommen in der CI-Welt.

Barbara aus dem Münsterland
Dezember 2025

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